Michaela Rotsch

Michaela Rotsch
Inlay
, 2007-13

Textile Musterblöcke mit Motiv aus dem Gobotag-Projekt, Spiegel
Kunstbau Lenbachhaus, München
Textile pattern blocks with motiv from the Gobotag-project, mirrors
Kunstbau Lenbachhaus, Munich

Die Besonderheit der Fächer im Kunstbau sind Spiegel, die standardmäßig an der Rückwand angebracht sind. Diese Vorgabe wird mit einem Projekt verknüpft, in dem es seinerseits um Symmetrien und Multiplikationen geht: Eine Negativform aus einem Filmstill wird isoliert, durch Drehung und Spiegelung zu einer Musterstruktur weiterentwickelt, und mittels verschiedener Bildträger, in diesem Fall Strickware, in unterschiedlichen Konstellationen in öffentlich-urbane Räume eingespeist. Die Gesamtmenge dieser Strickwarenproduktion, – 48 Stück, aneinandergelegt mit über 80 Meter Länge – , füllt aufeinandergestapelt (und gefaltet) genau das Raumvolumen eines Schließfaches. Während hier die Masse des Vervielfältigten materiell präsent und in einer in ihrem Schwarz-Weiß graphisch wirkenden Skulptur verdichtet ist, liegt in einem zweiten Fach nur ein Exemplar der Musterserie. Dieses ist jedoch durch vorhandene und zusätzliche Spiegel abermals vervielfacht – und reflektiert damit das Ausgangsmotiv.

Standard mirrors are attached to the rear wall of the lockers in the Kunstbau. This proposition is linked to a project dealing with symmetries and multiplications: a negative form is isolated from a film still, developed into a pattern structure through rotation and reflection and injected into urban public spaces by various image carriers, in this case knitwear. The entirety of this knitwear production, 48 items, over 80 meters when placed together, exactly fills a locker when folded and piled up. While the mass of the reproduced material is here present and compacted in a graphically effective sculpture, in a second locker lies just one exemplar. This is however multiplied by existing and additional mirrors again, thus reflecting the initial motif.

Michaela Rotsch: Inlay, 2007-13

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